Reportagen aus der Städtebauförderung

Wie nutzen Kommunen die Städtebauförderung für die Gestaltung lebenswerter Städte und Gemeinden? Wer sind die Verantwortlichen und Aktiven vor Ort? Was bedeutet Städtebauförderung für eine Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner? Welche Projekte und Geschichten gibt es?

Städtebauförderung kann viel erreichen: Die Bandbreite der Projekte reicht von neu belebten Ortskernen über sanierte Altbauten für Vereinsflächen bis zu nachhaltigen Baugruppenprojekten als Nachverdichtung in der Innenstadt.

Um die Vielfalt der Städtebauförderung aufzuzeigen, die vielen Erfolgsgeschichten zu erzählen und die herausragende Arbeit der Kommunen, ihre Ideen und ihre Arbeit für schöne und lebenswerte Orte zu würdigen, besuchte die Begleitagentur 2018 sechs Städte – stellvertretend für die zahlreichen engagierten Kommunen.

Die Tour startete in der Alten Hansestadt Lemgo, gefolgt von einem Besuch in Osterode am Harz, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und Bischofsheim an der Rhön sowie der Stadt Mannheim. Berichtet wird auch aus der Stadt Leipzig, die 2018 Gastgeber der zentralen Eröffnungsfeier für den Tag der Städtebauförderung war.

Die Begleitagentur sprach mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort über ihre Projekte, Herausforderungen und Erfolge – und wie Bürgerinnen und Bürger ihre Umgebung mitgestalten und an Entscheidungen mitwirken und Verwaltungen Zukunftsaufgaben innovativ angehen können.

Das Ergebnis sind sechs Videos, die zeigen, dass unabhängig von der Größe und Wirtschaftskraft mit lokalem Engagement und den richtigen Förderprogrammen gute Projekte für mehr Lebensqualität entstehen können.

Oberbürgermeister Dr. Reiner Austermann steht im „Wohnzimmer“ der Stadt, wie er die Mittelstraße, die zentral gelegene Einkaufsstraße, nennt – eines der umfangreichsten Projekte Lemgos, das mit Mitteln der Städtebauförderung durchgeführt wird. Der Oberbürgermeister und Markus Baier, Geschäftsbereichsleiter Planen und Bauen, berichten, welche Akteurinnen und Akteure sie für die Instandsetzung und Erneuerung der denkmalgeschützten Innenstadt an einen Tisch gebracht, und wie die Öffentlichkeit und die Betreiber der anliegenden Geschäfte mitgewirkt haben.

Gemeinsam mit Baier geht es weiter zum Haus Wippermann. Das denkmalgeschützte Gebäude stand jahrelang leer und soll nun ein Zentrum im Quartier werden. Im Rahmen der Maßnahmen des integrierten städtischen Entwicklungskonzepts sollen hier bald die Volkshochschule und Vereine das Gebäude wiederbeleben.

Mit Städtebaufördermitteln konnte die Stadt Greifswald Projekte wie die Sanierung von Plattenbausiedlungen, des ehemaligen Spitals St. Spiritus sowie eines historischen Theaters umsetzen und so dazu beitragen, Greifswald zu einer lebenswerten Stadt zu machen.

Das Kultur- und Initiativenhaus STRAZE ist einer dieser Orte. Hier arbeiten rund 20 zivilgesellschaftliche Akteure und Stadtmacher daran, ein historisches Gesellschaftshaus in einen zentralen Treffpunkt zu verwandeln.

Wie Innenstädte neu belebt und stark sanierungsbedürftige Gebäude instandgesetzt werden können, sind die zentralen Fragen, mit denen sich die Kommune Bischofsheim an der Rhön beschäftigt. Bürgermeister Georg Seiffert sieht die Städtebauförderung als zentrales Instrument, um neue Entwicklungen anzuschieben – und die Ergebnisse lassen sich sehen: Bewohnerinnen und Bewohner stellen vor, wie sie teils desolate Gebäude in zentraler Lage renoviert haben und so auch den Straßenraum für die Öffentlichkeit attraktiver gestalten.

Wie lassen sich letzte kleine Baulücken in der Innenstadt so schließen, dass die Öffentlichkeit die Bauprojekte mitträgt? Diese Frage konnte in Mannheim dank der Unterstützung durch Städtebaufördermittel für das Grundstück C7 gelöst werden.

Sieben Baugruppen verwirklichten hier ein Wohnprojekt, zu dem auch eine Galerie und öffentlich zugängliche Grünflächen gehören. Klaus Elliger, Fachbereichsleiter Stadtplanung, und Uli Bormuth, Bewohner und Galeriebetreiber, erzählen, wie das Projekt mit Bürgerbeteiligung und einem Architekturwettbewerb zu einem Erfolg wurde.

Osterodes Bürgermeister Klaus Becker passt die Strategien und Maßnahmen der Stadt an den demographischen Wandel und entsprechende Zukunftsprognosen an. Ziel ist es, gemeinsam mit den anderen Klein- und Mittelstädten der Region neue Ideen für den ländlichen Raum zu entwickeln und umzusetzen.

Eines dieser Vorhaben ist die Sanierung der Schachtrupp-Villa. Thomas Christiansen, Erster Stadtrat, berichtet, wie aus der Villa ein Treffpunkt nicht nur für Osterode, sondern für die Region werden soll, der eine Bibliothek sowie Räume für Veranstaltungen und ein Kulturprogramm beherbergen wird.

Unter dem Motto „Stadterneuerung on Tour“ nahm die Stadt Leipzig am Tag der Städtebauförderung 2018 teil und war gleichzeitig Gastgeberin der zentralen Eröffnungsveranstaltung des Tages der Städtebauförderung. Die Baumwollspinnerei und ihre Umgebung in Lindau, im Leipziger Westen, standen im Mittelpunkt des Aktionstags. Seit den 1990er Jahren wird das Gelände als Zentrum für zeitgenössische Kunst und Kultur genutzt und konnte in den letzten Jahren schrittweise saniert werden. Seit 2003 fördert die Stadt Leipzig die Standortentwicklung der Baumwollspinnerei aus Mitteln der Programme Stadtumbau Ost und EFRE-Stadtentwicklung.

An diesem Tag waren alle Interessierten eingeladen, das Areal und sein vielfältiges Angebot zu erkunden. Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, eröffnete die zentrale Eröffnungsfeier.

Anmeldung 2019

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Ideen für Formate und Veranstaltungen

Holen Sie sich Inspiration für Ihre Veranstaltungen am Tag der Städtebau­förderung 2019 und erfahren Sie hier, welche Veranstaltungs­formate und Aktionen in den letzten Jahren durchgeführt wurden.

Praktische Downloads

Handbuch

Das Handbuch zum Tag der Städtebauförderung bietet eine praktische Arbeitshilfe für die Vorbereitung und Durchführung Ihrer Veranstaltung.

Neu: Reportagen aus der Städtebauförderung

Die Begleitagentur besuchte stellvertretend einige der zahlreichen engagierten Kommunen: Sechs Videos zeigen, dass unabhängig von der Größe und Wirtschaftskraft mit lokalem Engagement und den richtigen Förderprogrammen gute Projekte für mehr Lebensqualität entstehen können.

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