Veranstaltungen Detail 2021

Brandenburg an der Havel

Bundesland: Brandenburg
Einwohner: 72.500
Anzahl der Veranstaltungen: 1


08.05.2021 07:00 bis 22:00 Uhr

30 Jahre Stadtsanierung Brandenburg an der Havel

30 Jahre Stadtsanierung Brandenburg an der Havel – 30 Jahre Schönheitskur für das einstige Aschenputtel der Mark

Sehr geehrte Damen und Herren,

der historische Stadtkern von Brandenburg an der Havel gehört mit seinen drei Stadtteilen Altstadt, Neustadt und Dominsel zu den besterhaltenen Stadtensembles Deutschlands. Der größte Teil der mittelalterlichen Großbauten – Kirchen, Klöster, Rathäuser und Stadtbefestigung - ist erhalten. Über dem aus der Gründungszeit um 1220 stammenden Stadtgrundriss erheben sich zahlreiche historische Bürgerhäuser, die in vielen Straßenzügen noch das barocke Stadtbild zeigen. Dabei verbergen sich hinter den Fassaden oft ältere Hausstrukturen oder Kelleranlagen. Die Entscheidung für den Wohnungsbau auf der grünen Wiese führte ab 1965 dazu, dass in der Innenstadt kaum noch Instandhaltung erfolgte. Die historische Bausubstanz der Innenstadt befand sich zur Wendezeit 1990 trotz erfolgter Abbrüche in einem bemerkenswert vollständigen, aber völlig desolaten Zustand. Aufgrund dessen, wurde Brandenburg bereits im Frühjahr 1990 Modellstadt für behutsame Stadterneuerung, erste Sicherungen, Erneuerung von Infrastruktur und Bauaufnahmen und Planungen wurden unternommen. Trotzdem schrieb der „Spiegel“ 1995: „Brandenburg an der Havel…, einst eine mit mittelalterlichen Bauten reich gesegnete Ansiedlung, ist heute das „Aschenputtel der Mark“.

Nach 30 Jahren Stadtsanierung ist das Aschenputtel-Image Geschichte. Unter Einsatz von ca. 103 Mio. Euro Städtebaufördermitteln im Stadtkern wurden hochrangige Denkmale gerettet, fast 90% des Gebäudebestandes saniert, Baulücken geschlossen und der öffentliche Raum in Wert gesetzt. Mit Unterstützung der Städtebauförderung gelang eine erfolgreiche Entwicklung des historischen Zentrums sowohl mit Blick auf das Stadtbild als auch auf den Wandel zu einem attraktiven und lebendigen Standort für Handel, Gastronomie, Kultur, Wohnen und Tourismus.

Ich lade Sie herzlich ein, sich selbst davon zu überzeugen, virtuell und beim Spaziergang vor Ort.

Michael Müller
Bürgermeister

Entdecken Sie Baugeschichte in Brandenburg an der Havel

Wie alles begann…

Brandenburg an der Havel ist seit jeher ein Ort des Wandels- auch baugeschichtlich. Die Stadterneuerung begann zügig nach der Wiedervereinigung und seitdem hat sich viel getan. Wir laden Sie mit dem Film „BRANDenburgNEU“ zu einer kleinen Reise in die Vergangenheit ein. Das knapp 15-minütige Video wurde 1991 vom damaligen Sanierungsträger GSW produziert. Es dokumentiert O-Töne von Einwohnern und Politikern zur Stadtsanierung, zeigt den malerischen Verfall der Stadt Brandenburg an der Havel und erste Baustellen.

Link: https://tinyurl.com/28vdepbj

Das Gotische Haus in Brandenburg an der Havel

Das gotische Haus in der Ritterstraße lädt Sie dazu ein, die gotische Bauweise kennenzulernen. Das Gebäude liegt am Eingang der Altstadt und hat eine vielseitige Geschichte als mittelalterliches Bürgerhaus. Heute ist das Stadtmuseum im Gebäude zuhause und stellt in der Dauerausstellung „Alchemie und Alltag - Barocke Funde aus dem Gotischen Haus Brandenburg an der Havel“ die reichen Funde aus dem Keller des Hauses aus. Wir laden Sie dazu ein, das gotische Haus in einem virtuellen Rundgang zu entdecken:

Link: www.stadtmuseum.stadt-brandenburg.de/stadtmuseum/gotisches-haus.

Wenn Sie mehr über die Baugeschichte erfahren wollen, werfen Sie gerne einen Blick in folgende Broschüre:
Link: https://tinyurl.com/da62xknn

Die St. Johanniskirche- Backstein meets Glas

Profitiert von den Städtebaufördermitteln hat auch die St. Johanniskirche, die direkt an der Havel neben der Jahrtausendbrücke steht. Das Franziskanerkloster lag am Südende der Altstadt direkt an der Havel. Nach dem Abbruch der Klausurgebäude 1865 blieb nur die St.-Johannis-Kirche erhalten, ein langgestreckter gotischer Kirchensaal mit Chor und Turm. Die Kirche hatte seit Jahrhunderten statische Probleme wegen des sumpfigen Untergrunds und musste immer wieder repariert worden. Ein Bombentreffer zerstörte 1945 die Westseite und führte zur weiteren Destabilisierung des Bauwerks. Schon 1968 hatte man geplant, die Ruine abzubrechen und unterließ seitdem jede Instandhaltung. Nach dem Einsturz des Daches blieben schließlich nur die Umfassungsmauern. Sofort nach der Wende erfolgte eine Notsicherung. Die Setzungen gingen aber weiter bis man 2013 die Fundamente durch zahlreiche Bohrpfähle fest im Boden verankerte. Die Sanierung erhielt den ruinösen Charakter des Raumes, der mit einer Glaswand nach Westen wieder verschlossen wurde. Das Dach wiederholt die Kubatur der mittelalterlichen Kirche. Nachdem St. Johannis 2015 als Blumenhalle der Bundesgartenschau genutzt worden war, dient der Kirchenraum als Gottesdienstraum der reformierten Gemeinde und steht für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Lernen Sie die Geschichte der ehemaligen Franziskanerkirche mit einem Klick auf die Website kennen! Dort können Sie auch ein Zeitraffer-Video der Sanierung von 2012-2015 sehen.

Link: www.stadt-brandenburg.de/stadt/sehenswertes/st-johanniskirche

www.stadt-brandenburg.de