Zurück

Wangen im Allgäu

Bundesland: Baden-Württemberg
Einwohner: 27.000
Förderkulisse: keine Angabe
Anzahl der Veranstaltungen: 1


13.05.2017 14:00 bis 17:00 Uhr

(Bau-)Tatorte 2017 - Ein Rundgang durch das Sanierungsgebiet ERBA-Auwiesen

Ort: Sanierungsgebiet ERBA-Auwiesen
Anschrift: Spinnerei 1, 88239 Wangen im Allgäu

Die ehem. Baumwollspinnerei (ERBA) wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Geschossbau auf der "grünen Wiese" in den Argenauen, ca. 1 km südlich der Stadt gegründet. Durch den Bahnhochdamm räumlich von der Altstadt getrennt, nahm das Areal der Baumwollspinnerei seit seiner Gründung eine Sonderrolle ein: mit überwiegend Gastarbeitern, eigener Infrastruktur und mit einem eigenen Stadtteil- und Vereinsleben. 1992 ging die ERBA in Konkurs. Der langjährige Leerstand und die problematischen Nutzungen im direkten Umfeld (u. a. Obdachlosenunterkünfte im Auwiesenweg) führten zu einem negativen Image des Gebiets.
Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ (2010) sowie dem Zuschlag zur Durchführung der Landesgartenschau im Jahr 2024, wird u. a. die große Chance gesehen, das ERBA-Areal zu einem Ort der Arbeit, des Wohnens und der Kultur zu entwickeln und das Areal über die Gestaltung neuer und bestehender Wege- und Grünverbindungen besser an die Altstadt anzubinden.
Mithilfe des Bundesprogramms ´Nationale Projekte des Städtebaus´ werden aktuell im Bereich der ERBA u. a. Freiflächen als Quartiers-Treffpunkte gestaltet und auch Gebäude wie der ERBA-Schornstein sowie das haupteingangsprägende Pförtnergebäude saniert. Um die beiden Quartiere miteinander zu verbinden und die Barrierewirkung des Hochkanals zu mindern, ist eine Unterführung durch den Hochkanal geplant. Für diese Maßnahmen wird der Stadt von Seiten des Bundes ein Zuschuss von insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Am Tag der Städtebauförderung besteht für alle Interessierten die Möglichkeit sich im Rahmen eines Baustellen-Spaziergangs über die aktuellen (Bau-)Tatorte im Sanierungsgebiet ERBA-Auwiesen zu informieren und mit den Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen.