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Bad Dürrenberg

Bundesland: Sachsen-Anhalt
Einwohner: 12.194
Förderkulisse: Kleinere Städte und Gemeinden
Anzahl der Veranstaltungen: 4


13.05.2017 10:00 bis 14:00 Uhr

Tag der offenen Baustelle - Das Borlachensemble am Tag der Städtebauförderung

Ort: Borlachensemble mit Witzlebenturm
Anschrift: Borlachplatz, 06231 Bad Dürrenberg

Seit langem wartet das Borlachensemble mit dem Borlachmuseum auf eine Sanierung und Erweiterung der für Ausstellungen nutzbaren Flächen. Ziel ist es, mit der Schaffung einer erweiterten Zugänglichkeit den Einwohnern und Gästen der Stadt die Möglichkeit zu geben, Heimatgeschichte anfassbar und erlebbar zu machen. Eine weitere Etage des historischen Ensembles wird über eine neue Treppenanlage der Öffentlichkeit im Rahmen der Museumserweiterung zugänglich gemacht. Im Witzlebenturm wird es künftig eine Aussichtsplattform geben. Das Dachgesims wird denkmalgerecht erneuert und ehemalige Solebehälter werden demontiert.
Am historischen Natursteinmauerwerk und am Holztragwerk erfolgen notwendige Instandsetzungen.
Nach den Umbauarbeiten soll neben der Erweiterung des Museums auch die Rekonstruktion der 1. Sächsischen Dampfmaschine des Bergrates Chr. F. Brendel zu besichtigen sein. Der Heimatbund der Stadt Bad Dürrenberg hat hier in den letzten Jahren einen großen Beitrag zur Erforschung und Präsentation der Heimatgeschichte geleistet. Im Rahmen der künftigen Museumsarbeit sollen sich auch Kinder spielerisch mit der historischen Bausubstanz und Technik vertraut machen können.
Für die umfassenden Sanierungsarbeiten wurden Fördermittel aus dem Förderprogramm „Förderung kleinerer Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ bewilligt.


13.05.2017 10:00 bis 14:00 Uhr

Tag der offenen Baustelle - Umbau ehem. Käthe-Kollwitz-Heim zum neuen Rathaus

Ort: neues Rathaus
Anschrift: Hauptstraße 27, 06231 Bad Dürrenberg

Mit der Eingemeindung der Ortsteile Tollwitz, Nempitz, Oebles-Schlechtewitz in die Stadt Bad Dürrenberg stand seit langem die Frage nach einem einheitlichen Verwaltungssitz. Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl des Objektes war unter anderem die hohe Identifikation der Bevölkerung durch den historischen Bezug. Durch die Bereitstellung der Fördermittel aus dem Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ ist es möglich, das Zentrum Bad Dürrenbergs attraktiver zu gestalten.

Das neue Rathaus wird ein Haus für alle Bürger Bad Dürrenbergs sein. Neben einem großzügigen Außenbereich mit Bänken zum Verweilen und ausreichend Stellplätzen entsteht u.a. ein repräsentativer Ratssaal, in dem historische Elemente erhalten bleiben und mit neuer Technik verbunden werden.

Besonders mit Blick auf die künftige demographische Entwicklung wird das Gebäude behindertengerecht saniert. Moderne Standards bezüglich Brandschutz und energieeffizientem Planen und Bauen werden umgesetzt.
Mit der Sanierung des ehemaligen Käthe-Kollwitz-Heimes wird die Stadt als Ankerpunkt für Umland und die mit ihr vernetzten Ortsteile weiter in ihrer zentralörtlichen Funktion gestärkt.


13.05.2017 10:00 bis 14:00 Uhr

Tag der offenen Tür - Standesamt "Altes Salzamt"

Ort: Standesamt "Altes Salzamt"
Anschrift: Fährstraße, 06231 Bad Dürrenberg

Bei dem direkt an der Saale und dem Saale-Radwanderweg liegenden „Alten Salzamt“ handelt es sich um das älteste erhaltene Gebäude Bad Dürrenbergs. Es wurde erstmals 1488 als Rittergut „derer von Wolffersdorff“ – einem uralten Adelsgeschlecht - schriftlich erwähnt. Es ist somit weit über 500 Jahre alt und hat größere Umbauphasen im 15. und im 17. Jahrhundert erlebt.

Ab 2009 und bis zum Jahr 2015 erfolgte in diesem ehrwürdigen Gebäude eine der größten Sanierungs- und Umbaumaßnahmen der letzten Jahrzehnte.
Begonnen wurde mit der Sanierung in den beiden obersten Stockwerken, in denen sich heute ein qualitativ hochwertiges, barrierefreies Hostel befindet.

Nach der Fertigstellung des 2. Ober- und 1. Dachgeschoss wurden alle Anstrengungen auf die Sanierung der beiden unteren Etagen gerichtet. Bei der Sanierung des dort ansässigen Standesamtes kamen ständig neue Erkenntnisse zur Historie des Gebäudes zu Tage.

So wurde bei der Entkernung ein relativ gut erhaltenes Gewölbe hinter einer Vermauerung gefunden. Im weiteren Sanierungsverlauf konnte hinter einer alten Natursteinwand ein alter, ebenfalls relativ gut erhaltener Steinbackofen gefunden werden. In diesem befanden sich noch einige zwar beschädigte aber originale Ton- und Keramikgefäße. Ein Bauforscher konnte ermitteln, dass der Backofen zwischen 1500 und 1550 erbaut wurde und somit der älteste Deutschlands sein müsste. Die wertvollen historischen Funde und die gesicherte historische Bausubstanz stehen allen Bürgern und Besuchern der Stadt zur Besichtigung zur Verfügung.

Die Sanierung des Gebäudes konnte dank der Fördermittelbereitstellung über die „Städtebausanierung“ und das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ realisiert und gleichzeitig ein wichtiges Stück Geschichte der Stadt Bad Dürrenberg gerettet werden.


13.05.2017 12:00 bis 14:00 Uhr

Kohlebahntunnel

Ort: Kohlebahntunnel
Anschrift: ehemaliges Salinegelände, 06231 Bad Dürrenberg

Zwischen der Gemeinde Tollwitz, heute Ortsteil der Stadt Bad Dürrenberg und der Saline verkehrten zur Zeit des aktiven Salinebetriebes auf einer z.T. unterirdisch verlaufenden 4,5 km langen Strecke die Kohlezüge, die die Saline in Dürrenberg mit den nötigen Brennstoffen für den Salzsiedebetrieb aus den Gruben Tollwitz versorgte.
1935 war der Kohlevorrat in Tollwitz erschöpft, so dass die Gleise stillgelegt wurden. Innerhalb des Salinegeländes fuhr die Bahn noch bis 1936 weiter.

Während des 2. Weltkrieges wurde der Tunnel sogar als Luftschutzbunker und Lagerraum genutzt. Der Zugang zum Tunnel ist seit dem und bis heute vermauert, die Gleise führen noch heute unterhalb des Witzlebenweges bis dahin.

Der Tunnel verläuft von der Lutherstraße genau unter der Hauptstraße entlang. Dort, wo sich der Standort des neuen Rathauses befindet, also unmittelbar neben dem ehemaligen Käthe-Kollwitz-Heim ist ein Schachtbauwerk, welches vermutlich als Ein- und Ausstieg für den Luftschutz im Krieg diente.

Es ist geplant, genau über diesem Schacht einen Pavillon zu errichten, der ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Touristische Führungen wäre. Desweiterem soll am Ausgang, der sich auf dem Salinegelände befindet eine Informationstafel aufgestellt werden.